Außenwirtschaft

Österreich in der EU 

Im Jahr 1989 stellte die österreichische Bundesregierung formell das Beitrittsansuchen für die Aufnahme Österreichs in die Europäische Union. Nach erfolgreichen Beitrittsverhandlungen und einer positiven Volksabstimmung wurde Österreich am 1.1.1995 gemeinsam mit Schweden und Finnland Mitglied der EU.

Österreich hat seit seinem EU-Beitritt als gleichberechtigter Partner an allen wesentlichen Entwicklungen der Union aktiv teilgenommen und wird auch künftig über wichtige Veränderungen mit entscheiden. Österreich ist in allen Europäischen Institutionen wie dem Europäischen Parlament, dem Rat der Europäischen Union, dem Europäischen Rat (Gremium der Staats- und Regierungschefs) und der Europäischen Kommission vertreten. Österreich führte bisher zwei Mal, 1998 und 2006, für jeweils ein halbes Jahr den Vorsitz im Rat der Europäischen Union.

Österreich stellte mit Landwirtschaftskommissar Franz Fischler von 1995 bis 2004 einen Kommissar, von 2004 bis 2009 war Österreichs ehemalige Außenministerin Benita Ferrero-Waldner in der EU-Kommission für Außenbeziehungen und Nachbarschaftspolitik zuständig.

Im Jänner 2010 wurde Johannes Hahn österreichisches Mitglied der Kommission als Kommissar für Regionalpolitik.

Mit dem Beitritt Kroatiens zur Europäischen Union am 1. Juli 2013 umfasst die EU  28 Mitgliedsstaaten. Doch ist damit ihre Expansion noch nicht abgeschlossen. Weitere Beitrittskandidatenländer sind die Balkanländer  Mazedonien, Montenegro und Serbien sowie Island und die Türkei.

Österreich zählt zu den vehementen Befürwortern der voranschreitenden Integration der Länder Südosteuropas in die Europäische Union, denn die Erweiterungsperspektive ist und bleibt der zentrale Reformmotor, und fördert damit die politische und wirtschaftliche Stabilität in diesen Ländern. Dies wiederum wirkt sich positiv auf die Investitionstätigkeit der österreichischen Unternehmen aus, die bereits jetzt in dieser Region erfolgreich vertreten sind.

Letzte Änderung am: 18.03.2013 08:58