Außenwirtschaft

CorporAID Plattform für Wirtschaft, Entwicklung und globale Verantwortung 

Das österreichische Außenwirtschaftsleitbild aus 2008 hat die strategische Partnerschaft zwischen Außenwirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit als eine seiner Zielsetzungen verankert und sieht die verstärkte Kooperation zwischen Privatwirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit als eine Möglichkeit, zu einer Stärkung des privatwirtschaftlichen Sektors in den Partnerländern beizutragen und Unternehmen beim Aufbau neuer Märkte zu helfen.

In der Entwicklungszusammenarbeit mehr auf die Wirtschaft zu setzen ist entscheidend, um in den Entwicklungsländern die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen ein lokaler privatwirtschaftlicher Sektor entstehen und wachsen kann und dadurch wirtschaftliche und soziale Entwicklung stattfindet.

Um die Komplementarität von Wirtschaft und Entwicklung im öffentlichen Bewusstsein zu verankern, Entwicklungszusammenarbeit stärker strategisch und wirtschaftsorientiert zu denken und die Rahmenbedingungen für unternehmerisches Engagement in diesem Bereich zu verbessern, fördert das BMWFJ die corporAID Plattform für Wirtschaft, Entwicklung und globale Verantwortung, die von der privaten, unabhängigen Nonprofit-Organisation ICEP – Institut zur Cooperation bei Entwicklungs-Projekten -  umgesetzt wird.

Ziel der corporAID Plattform ist, ein stärker wirtschaftliches Verständnis von Entwicklungszusammenarbeit zu erreichen. Hauptaufgabe der Plattform ist es, relevante Informationen im Bereich Wirtschaft und Entwicklung zu generieren, Bereiche mit Wirtschafts- und Entwicklungspotenzial zu identifizieren und Bewusstseinsbildung in der österreichischen Öffentlichkeit zu betreiben. Die corporAID Plattform soll außerdem internationale Best Practice-Beispiele erfolgreicher EZA-Strategien und -Programme abbilden und so dazu beizutragen, dass eine stärkere Internationalisierung der österreichischen Wirtschaft auch in „Emerging Markets" stattfinden kann. Zentrale Zielgruppe sind daher neben Entscheidungsträgern und politischem Umfeld vor allem Wirtschaftstreibende aus österreichischen Unternehmen.

Die corporAID Plattform arbeitet daran, Berichte und Analysen über die Beteiligung der österreichischen Wirtschaft an der globalen Entwicklung in Form von Policy Papers zu erstellen und Diskussionsprozesse österreichischer Institutionen zu unterstützen. Dazu dienen das corporAID Magazin und das corporAID-Webportal. Außerdem werden Fachveranstaltungen mit österreichischen und internationalen Experten und Praktikern zu aktuellen Themen organisiert. Gezielte Öffentlichkeitsarbeit durch Beiträge in Publikationen soll das Thema sichtbarer machen.

Bereits seit 1996 beschäftigt sich ICEP – Institut zur Cooperation bei Entwicklungs-Projekten - mit Fragen der globalen Armutsbekämpfung. Auf der Basis eines Empowerment-Ansatzes unterstützt ICEP einerseits direkt vor Ort in Entwicklungsländern Menschen dabei, sich in Wirtschaftsprozesse einzubinden. In Österreich sieht ICEP seine Aufgabe insbesondere darin, Unternehmen Handlungsebenen für eine Beteiligung an sozialen und ökonomischen Entwicklungsprozessen in Entwicklungsländern aufzuzeigen. Zum Mainstreaming des Themas gründete ICEP die corporAID Initiative, die eine Plattform für Information, Kommunikation und Umsetzung globaler gesellschaftlicher Verantwortung von Unternehmen darstellt. Als Sprachrohr der Initiative fungiert das corporAID Magazin, das mit der österreichischen Wirtschaftstageszeitung "WirtschaftsBlatt" vertrieben wird.

Kontakt

Abteilung "Export- und Investitionspolitik": post@c25.bmwfj.gv.at

Letzte Änderung am: 10.10.2011 17:23