Österreichs Unternehmen haben sich in den letzten Jahren auf den internationalen Märkten hervorragend behauptet. Erzielte Erfolge sind jedoch nicht unbedingt Garant dafür, dass sich die Zukunft ebenso erfolgreich meistern lässt. Aus diesem Grund hat sich das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend im Rahmen der Internationalisierungsoffensive die Aufgabe gestellt, gemeinsam mit allen interessierten Institutionen, Interessensvertretungen, Wirtschaftsforschern und Unternehmen jene Faktoren zu erheben, von denen die internationale Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Unternehmen sowie des Wirtschaftsstandorts Österreichs in den nächsten Jahren abhängen wird.
Ziel war es somit, ein Außenwirtschaftsleitbild zu entwerfen. Dabei sollte ein gemeinsames Verständnis jener (geopolitischen, technologischen, demographischen, etc.) Entwicklungen erarbeitet werden, denen sich die österreichische Außenwirtschaft in den nächsten Jahren gegenüber sehen wird. Ebenso sollten auch jene Maßnahmen benannt werden, die notwendig sein werden, um die sich daraus ergebenden Chancen optimal zu nutzen. Die Teilnahme unterschiedlicher Stakeholder in einem Diskussionsprozess, der jedem Interessierten offenstand, sollte einen möglichst interdisziplinären Zugang ermöglichen und ein weites Spektrum von Ideen sicherstellen.
Zum Projektauftakt fand am 24. September 2007 in der Orangerie Schönbrunn ein ganztägiger Workshop „Globalisierung als Chance - Herausforderungen für die österreichische Wirtschaft" statt, in dessen Rahmen - nach einem prominenten einleitenden Panel - in einem interaktiven Prozess erste „Visionsbausteine" des Außenwirtschaftsleitbilds erarbeitet wurden.
Am 26. November 2007 fand im Siemens Forum der Workshop "Österreichische Außenwirtschaft - Spannungsfeld Vision und Realität" statt.
Dabei wurde einerseits eine Diagnose der derzeitigen Realität (Stärken- und Schwächenanalyse) erstellt, andererseits konstituierten sich Arbeitsgruppen zu acht Themenbereichen und begannen ihre Arbeit.
Diese Themenbereiche umfassten:
- Handelspolitik
- Finanzielles
- Standortfragen
- Internationalisierung
- Nachhaltige Entwicklung
- Human Ressources
- Dienstleistungen
- Kommunikation
Das Ergebnis dieses intensiven und mehrmonatigen Diskussionsprozesses wurde schließlich zum österreichischen Außenwirtschaftsleitbild zusammengefasst, welches im Rahmen des Exporttags am 24. April 2008 der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Am 12. August 2008 wurde das österreichische Außenwirtschaftsleitbild schließlich erfolgreich in den Ministerrat eingebracht.
Schon der Titel „Globalisierung gestalten – Erfolg durch Offenheit und Innovation" bringt ein Bekenntnis zum aktiven Umgang mit Chancen und Herausforderungen der fortschreitenden Internationalisierung zum Ausdruck, und identifiziert die wichtigsten Erfolgsfaktoren: eine optimistische und aufgeschlossene Grundhaltung; Konzentration auf „Zukunftsinvestitionen" in Bildung, Forschung, Innovation und Infrastruktur. Nachhaltige Entwicklung und unternehmerische Verantwortung sind ebenfalls Kriterien, mit denen sich Österreich im internationalen Wettbewerb positionieren kann.
Das umfassende österreichische Außenwirtschaftsleitbild bildet eine hervorragende Grundlage, von der konkrete Maßnahmen abgeleitet, entwickelt und umgesetzt werden sollen. Damit trägt es maßgeblich dazu bei, dass sich die rot-weiß-rote Erfolgsgeschichte weiter fortsetzt.