Außenwirtschaft

Bilaterale Umweltkooperationen 

Im Rahmen der bilateralen Wirtschaftskommissionen für Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit betreut die Abteilung C2/12 die jeweiligen Wirtschaftskommissionen im Umweltbereich. Diesbezüglich gibt es auch eigene Arbeitsgruppen mit der Russischen Föderation sowie mit Belarus. Einen besonderen Stellenwert hiebei nimmt auch eine Kooperation mit China im Rahmen einer Partnerschaft seit Juni 2006 ein.

Österreich - China 
Partnerschaft im Bereich Energie / Umwelttechnologie

Am 6. Juni 2006 wurde durch das BMWFJ und der NDRC (Nationale Kommission für Entwicklung und Reform der Volksrepublik China) eine gemeinsame Absichtserklärung, als rechtliche Basis der im Dezember 2005 zwischen Österreich und der Volksrepublik China initiierten Partnerschaft hinsichtlich Energie- und Umwelttechnik unterzeichnet.

Die Umsetzung der ggstl. Partnerschaft erfolgt kurzfristig einerseits durch bestimmte Pilotprojekte, wobei Österreich auf dem großen chinesischen Markt eine Art "Nischenfunktion" hat (wie z.B. Papierindustrie, Biodieselanlagen und Niedrigenergiehäuser), andererseits langfristig durch einen österr. Know-how- Transfer hinsichtlich der Verbesserung des Umweltschutzes bzw. der Energieeffizienz in China (dies kann auch als Beitrag zum Technologietransfer im Hinblick auf den Post-Kyoto-Prozess gewertet werden). Konkret gab es nach Abschluss der ggstl. Gemeinsamen Absichtserklärung unter der Federführung der Abt. C2/12 auch entsprechende Wirtschaftsmissionen mit österreichischen Unternehmen, um diese auf Basis dieser Partnerschaft näher an den chinesischen Markt heranzubringen. Hinsichtlich einer chinesischen Papierfabrik konnte eine entsprechende österreichische Studie bezüglich deren notwendiger technologischer Aufrüstung vorgelegt werden. Hinsichtlich des Pilotprojektes Niedrigenergiehäuser fanden verschiedene Gesprächsrunden in Peking und Xian statt, wobei auch eine entsprechende österreichische Studie hinsichtlich eines Projektes in Xian betreffend die Ausstattung eines Teils der dortigen Universität im Niedrigenergiehausstandard präsentiert wurde. Die österreichische Bauwirtschaft könnte in Hinkunft besser vom sehr umfangreichen chinesischen Markt profitieren.

Der österreichisch-chinesische Partnerschaft im Bereiche Energie und Umwelttechnologie wurde auch durch den Besuch des chinesischen Ministers für Energie- und Klimafragen der NDRC, XIE Zhenhua, vom 2. bis 6. Juli 2010 neue Dynamik verliehen. Dies insbesondere auch hinsichtlich einer Vertiefung dieser Partnerschaft in konkreten Bereichen wie Biodiesel, Abfallwirtschaft, Niedrigenergiehäuser etc.

Im Rahmen dieser Partnerschaft wird auch eine Zusammenarbeit in anderen Wirtschaftssektoren, wie im Abfall- und Wassersektor aber auch im Bereiche Umweltmonitoring (Monitoring von Schadstoffen in Wasser und Luft) vorgesehen.

Diese Partnerschaft entspricht in allen drei Säulen der Nachhaltigkeit. Die ökologische Komponente ergibt sich aus einer Verbesserung der chinesischen Umweltstandards, die soziale aufgrund der Verbesserung der Lebensbedingungen für die chinesische Bevölkerung und die ökonomische aufgrund verstärkter Exportmöglichkeiten österreichischer Umwelttechnologieprodukte und Umweltdienstleistungen in die Volksrepublik China.

Kontakt

Abteilung "Internationale Umweltangelegenheiten": post@c212.bmwfj.gv.at

Letzte Änderung am: 26.07.2011 15:44