Das Österreichische Montanhandbuch stellt neben dem „Who is Who“ des österreichischen Bergbaus aktuelle Entwicklungen in der Versorgung der heimischen Wirtschaft mit mineralischen Rohstoffen dar. Statistischen Auswertungen von Produktionsdaten der Rohstoffstatistik „NEU“ sind Basis von rohstoffpolitischen Überlegungen.
Die Situation des österreichischen Bergbaus im Produktionsjahr 2008 ist trotz des als Folge der Finanzkrise bemerkbaren rückläufigen Bedarfs an mineralischen Primärrohstoffen zufrieden stellend, was auch durch den weiter angestiegenen Anteil des Bergbaus am Bruttoinlandsprodukt im Beobachtungszeitraum seit 1997 von 0,21 Prozent auf 0,5 Prozent belegt wird.
Auf dem Sektor der Baurohstoffindustrie konnte insbesondere durch das Umsetzen von Großbauvorhaben (Infrastrukturmaßnahmen) eine weitere Produktionssteigerung beobachtet werden. Auch bei den Erzen und Industriemineralen ist die Situation mit Ausnahme des vierten Quartals des Jahres 2008, welches einen rückläufigen Geschäftsverlauf aufweist, als großteils positiv zu bewerten.
Eine der Grundlagen für eine zukunftsorientierte Rohstoffpolitik ist die statistische Erfassung und Darstellung der Leistungsfähigkeit der rohstoffgewinnenden und –verarbeitenden Industrie.
Die Veröffentlichung „Österreichisches Montanhandbuch 2009“ stellt neben den nationalen und internationalen Entwicklungen des Bergbaues die Rechtsgrundlagen des österreichischen Bergbaus, Behörden und das Normenwesen dar. In einem separaten Adressenteil werden bergbaurelevante Informationen zu Bergbauunternehmen, Behörden, Organisationen, Vereinen bis hin zu Sachverständigen zusammengefasst.
Das Österreichische Montanhandbuch als jährlich erscheinende und als Service des BMWFJ kostenfrei beziehbare Publikation wird in gedruckter Form sowie als CD-ROM aufgelegt. Zudem kann das MHB als pdf-file von der homepage des BMWFJ herunter geladen werden.
Tabelle: Förderung mineralischer Rohstoffe 2006 - 2008