Erzeugung
Die gesamte Fernwärmeerzeugung betrug im Jahr 2010 rund 22 TWh. Die Erzeugung von Fernwärme erfolgt mehrheitlich in Kraft-Wärme-Kopplungs (KWK)-Anlagen, wobei der Anteil des KWK-Betriebs in den Entnahmekondensationskraftwerken in Abhängigkeit der Energiepreisrelationen, insbesondere aber auf Grund der temperaturabhängigen Wärmenachfrage, schwankt. In den letzten fünf Jahren lag dieser zwischen 70 und 75 Prozent (2010: 73 Prozent). Gegenüber getrennter Erzeugung von Wärme und Strom können in KWK-Anlagen bis zu einem Drittel an Primärenergie eingespart werden.
Verteilung
Die Fernwärmeversorgungsunternehmen Österreichs betreiben Netze von insgesamt annähernd 4.140 Kilometern. Im Zeitraum von 2011 bis 2020 ist ein jährlicher Zubau an Fernwärmeleitungen von 56 bis 95 Kilometern geplant.
Verbrauch
Der energetische Endverbrauch von Fernwärme ist im Jahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 14% auf rund 20 TWh gestiegen.
Bereits 21 Prozent aller Wohnungen in Österreich werden heute mit Nah-/Fernwärme beheizt. Wegen der Kosten bei der Fernwärmeverteilung kommt diese Art der Wärmeversorgung insbesondere in Gebieten mit ausreichend hoher Wärmedichte zur Anwendung, d. h. überwiegend in Ballungszentren. Bei Gebäuden mit 20 und mehr Wohnungen liegt der Nah-/Fernwärmeanteil bereits bei 45 Prozent, bei Gebäuden mit 10 bis 19 Wohnungen immer noch bei 37 Prozent.
Weitere Informationen über den Energieträger Fernwärme findet man auf der Homepage des Fachverbandes der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmen