Ein Großteil der Baurohstoffe wie Sand, Kies, Ton und Natursteine wird für den Straßen-, Gleis-, Wege- und Kanalbau sowie für die Errichtung von Wohn- und Büro- bzw. Industriebauten verwendet. Der Bedarf an Baurohstoffen ist sehr groß. Nach einem rasanten Verbrauchsanstieg in den Jahrzehnten vor 1980 liegt der Bedarf seither weitgehend gleich bleibend zwischen 100 - 105 Mio. Tonnen pro Jahr. Der pro Kopf Verbrauch an Baurohstoffen liegt derzeit in Österreich bei rund 12-15 Tonnen pro Jahr. Baurohstoffe sind auf Grund der Preisrelationen zu den Transportkosten nur räumlich eingeschränkt handelsfähig. Bei Distanzen über 30 km sind die Transportkosten höher als die Gestehungskosten des Rohstoffs. Nicht nur aus diesem Grunde sollte danach getrachtet werden, die Transportweiten zwischen Produzenten und Verbraucher zu reduzieren. Eine Reduktion der Transportweiten um 10% kann darüber hinaus zu einer jährlichen Einsparung an CO2 Emissionen von rd. 19,5 Mio. kg beitragen.
Der überwiegende Teil der in Österreich benötigten Baurohstoffe wird im Inland aus über 1000 Betriebsstätten aufgebracht.
Auch die Vorkommen von Baurohstoffen sind von Natur aus begrenzt und im Hinblick auf die Qualität und deren Verbreitung unregelmäßig verteilt. Trotz ausreichender Lagerstättenvorräte wächst aufgrund der unterschiedlichen Nutzungsansprüche von Siedlungs- und Schutzgebieten das Versorgungsrisiko. Die Sicherstellung einer verbrauchernahen Versorgung und eines umweltschonenden Abbaues sind Aufgaben einer nachhaltigen Rohstoffpolitik.