Die Globalisierung der Wirtschaft mit ihren Auswirkungen auf die Arbeitswelt, sowie die Veränderungen der familiären und demografischen Strukturen erfordern neue Antworten auf die Bedürfnisse von Arbeitgeber/-innen und Arbeitnehmer/-innen. Auf Initiative und im Auftrag der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung (Sitz: Frankfurt a.M., Deutschland) wurde daher 1996 für Deutschland das Audit "berufundfamilie" entwickelt.
In Anlehnung an die daraus gewonnenen Erkenntnisse erfolgte 1998 die Adaptierung auf österreichische gesetzliche und wirtschaftliche Gegebenheiten und die Schaffung des Audits "berufundfamilie".
Im Hinblick auf eine weitere, einheitliche Verbreitung (Ausdehnung des Anwendungsgebietes) des Audits "berufundfamilie" in andere europäische Staaten wurde im Auftrag der berufundfamilie gemeinnützige GmbH das european work & family audit® entwickelt. Auf Basis der mehrjährigen Erfahrungen in den anwendenden Staaten liegt ein verbindlicher europäischer Mindest-Standard vor, der einheitliche Auditierungen im Bereich der familienbewussten Personalpolitik in allen Vertragsstaaten garantiert. Dies ermöglicht nicht nur die grenzüberschreitende Anerkennung der Auszeichnungen, sondern legt auch den Grundstein für die Entwicklung eigener, weiterführender paneuropäischer Qualitätsstandards in Fragen der Familienfreundlichkeit von Unternehmen und Organisationen. Dies ist besonders für international agierende Unternehmen von Interesse. Das european work & family audit® wird europaweit zentral koordiniert, jedoch auf nationaler Ebene durchgeführt.
Das european work & family audit® ist das erste europaweit einsetzbare Instrument zur Zertifizierung einer familienbewussten Personalpolitik und entspricht dem Ablauf des Audits "berufundfamilie". Nach positiver Begutachtung erhält das Unternehmen zusätzlich zum Zertifikat Audit "berufundfamilie" auch das european work & family audit® verliehen.
Nationaler Träger in Österreich ist das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend.