Das EU-Programm Jugend in Aktion (Laufzeit 2007-2013) fördert in erster Linie internationale Jugendprojekte (Austausch von Jugendgruppen, Freiwilligendienst-Einsätze für einzelne Jugendliche in anderen Ländern), aber auch lokale Jugendinitiativen zu "europäischen" Themen, Jugendmultiplikatorentrainings und Jugendinformationsprojekte.
Die geförderten Projekte stehen Menschen zwischen 13 und 30 Jahren offen, bzw. Menschen, die aktiv (als Trainer/-innen, Gruppenbetreuer/-innen etc.) in der Jugendarbeit tätig sind.
Als Programmländer gelten alle EU-Länder sowie aufgrund von Assoziationsabkommen Island, Norwegen, Liechtenstein und seit 2004 auch die Türkei. An Assoziierungsabkommen mit der Schweiz und Kroatien wird gearbeitet. Bestimmte Projekte können auch mit internationalen Kooperationspartnern in anderen Ländern durchgeführt werden, besondere Prioritätsregionen sind hier die GUS-Länder sowie Südosteuropa bzw. der Westbalkan.
Die Ziele von Jugend in Aktion sind u.a. die Entwicklung von "europäischer Bürgerschaft", der Förderung von Jugendpartizipation, die Stärkung des europäischen Solidaritätsgedankens, die Förderung von Kreativität und Unternehmungsgeist von Jugendlichen und die Förderung der transnationalen Zusammenarbeit. Die österreichische Nationalagentur Interkulturelles Zentrum hat die Aufgabe, alle potentiellen Antragsteller/-innen über die Möglichkeiten des EU-Programms zu informieren und zu beraten, bei der Projektanbahnung zu unterstützen und die Verwaltung der EU-Gelder zu überwachen. Die Nationalagentur wird dabei von Regionalstellen unterstützt – in jedem Bundesland steht eine derartige Jugend-Informations-Stelle zur Verfügung. Einige Programmteile werden einmal pro Jahr von der Europäischen Kommission ausgeschrieben und werden dann auch in Brüssel eingereicht und entschieden.
Der Großteil der Fördergelder von Jugend in Aktion wird allerdings dezentral verwaltet: Anträge können daher praktisch jederzeit bei der Nationalagentur eingereicht werden, die Projektauswahl erfolgt in ca. fünfmal pro Jahr stattfindenden Beratungssitzungen des Kuratoriums "EU-Programm Jugend in Aktion". In diesem Kuratorium sind Jugendexpert/-innen verschiedener Bereiche vertreten.
Aufzählung der Aktionen
- "Jugend für Europa": Austausch von Jugendgruppen (Menschen zwischen 13 und 30 Jahren) innerhalb der EU sowie in kleinerem Ausmaß mit Ländern außerhalb der EU (Priorität: GUS und Südosteuropa);
- "Europäischer Freiwilligendienst": (Menschen zwischen 18 und 28), Freiwilligendienste in einem anderen Land für die Dauer zwischen 3 Wochen und 12 Monaten. Einsatzorte der Jugendlichen können in einem anderen EU-Land bzw. uU. sogar außerhalb der EU liegen;
- "Jugend für die Welt": Hier werden Initiativen und Projekte in Partnerländern unterstützt, um zur Stärkung des gegenseitigen Verständnisses junger Menschen beizutragen;
- "Unterstützungssysteme für junge Menschen": Unterstützung von auf europäischer Ebene im Jugendbereich tätigen Einrichtungen und deren Vernetzung. Aufbau von erforderlichen Strukturen und Aktivitäten für die Programmziele.
- Unterstützung der europäischen Zusammenarbeit im Jugendbereich: Aktivitäten im Bereich von Jugendmultiplikator/-innen-Training, Jugendinformation und Jugendstudien werden gefördert.