Drei Gründe sprechen unter anderem für die vermehrte Einbindung Jugendlicher in die Entwicklung von Präventionsmodellen.
Entwicklung von Schlüsselqualifikationen
Die Einbindung Jugendlicher in geeignete Mitbestimmungsprojekte fördert die Entwicklung von Schlüsselqualifikationen wie z.B. Bewältigungskompetenz und Solidarbereitschaft.
Mehr Wissen
Die Jugendforschung definiert eine Vielzahl an Szenen in denen Jugendliche beheimatet sind und zwischen denen sie auch "wandern". All diese einzelnen Szenen mit ihren Moden, Ausdrucksformen, Codes und "Sprachen" erlauben kaum mehr allgemeine Maßnahmen im präventiven Bereich. Prävention muss um ihr Klientel wissen und dies kann in einer solch diversifizierten Jugendkultur am besten der/die jeweilige Jugendliche selbst.
Selbstbestimmung
Versteht sich Prävention auch als Begleitung zu (bzw. in) einem selbstbestimmten und engagierten Leben, dann müssen Präventionsprojekte per se ein Angebot zur selbständigen Entwicklung durch Jugendliche beinhalten (im Sinne der WHO-Charta die von einer aktiven Einbindung Jugendlicher spricht). Präventionsmaßnahmen sollten daher selbst Modellprojekte der Einbindung von Jugendlichen sein. Denn eine grundsätzliche Erkenntnis vieler gesundheitsfördernder Initiativen ist, dass ihre Arbeit erst dann von Kindern und Jugendlichen akzeptiert wird und es zu relevanten Wirkungen kommt, wenn diese Programme nicht für sie, sondern mit oder von ihnen entwickelt werden.
Peer Group Education
Ein erster Ansatz zu einer vermehrten Einbindung von Jugendlichen findet sich in der Methode der Peer Group Education.