Unternehmenspolitik zielt im Rahmen dieses Kontextes einerseits darauf ab, die Rahmenbedingungen für Betriebe aller Größenklassen und Sektoren in einem permanenten Prozess bestmöglich zu gestalten, andererseits geht es darum, jene Potentiale zu unterstützen, die einen Beitrag zur weiteren Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit Österreichs und zum Wirtschaftswachstum beitragen können.
Angesichts der österreichischen Wirtschaftsstruktur mit mehr als 99 % kleinen oder mittleren Unternehmen erklärt sich, warum die KMU-Politik das zentrale Element der Unternehmenspolitik ist.
Rund 400.000 KMU, definiert als Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten, sind naturgemäß äußerst heterogen. Bei mehr als der Hälfte dieser Unternehmen handelt es sich um EPU (Ein-Personen-Unternehmen), also um Unternehmen, welche derzeit keine Mitarbeiter beschäftigen, aber relativ häufig wachsen und Mitarbeiter einstellen wollen. Auf der anderen Seite verzeichnete Österreich für das Jahr 2011 knapp 5.000 mittlere Unternehmen (mehr als 50 Beschäftigte) mit knapp 500.000 Mitarbeitern. Daraus erhellt, dass die Anliegen und Bedürfnisse "der" KMU äußerst unterschiedliche sind. Die Unternehmenspolitik des BMWFJ zielt daher darauf ab, sektor- und größenklassen-spezifische Maßnahmen zu setzen, und gleichzeitig die gemeinsamen Interessen aller gewerblichen Unternehmen zu verfolgen.